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Oktober 28, 2021

NSR Stadtmagazin

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Polizei warnt vor Online-Anlagebetrug

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Bremen (ots)

Ort: Bremen, Stadtgebiet Zeit: 2021

Auch in Bremen locken Geschichten über leicht verdientes Geld, Bitcoins und Kryptowährung immer wieder Menschen auf windige Trading-Plattformen im Internet. Die Opfer investieren im Glauben, gut beraten worden zu sein und sehen ihr Geld nie wieder. Die Bremer Kriminalpolizei ermittelt aktuell in 15 Fällen von Online-Anlagebetrug. Die Polizei warnt vor der Masche und gibt Sicherheitstipps.

Viele Opfer sind unerfahren im Online-Trading: Das nutzen Cyberkriminelle für ihre Machenschaften aus und bringen das Geld ihrer Opfer auf eigene Konten im Ausland. Um mögliche Opfer zu akquirieren, erstellen Cyberkriminelle im Internet betrügerische Anlageplattformen für online Investments. Diese Plattformen sehen auf den ersten Blick seriös aus und werden auf vertrauenswürdigen Webseiten und u.a. auch in Tageszeitungen, Magazinen, im TV und in den sozialen Medien beworben. Einige dieser Anbieter gaben in der Vergangenheit an, auch mit Prominenten erfolgreich zusammen gearbeitet zu haben. All das stimmt nicht. Wenn der interessierte Kunde sich online bei der Trading-Plattform angemeldet hat, wird er von den Cyberkriminellen direkt kontaktiert. Die „Trader“ sind in Wahrheit Betrüger, die aus Call-Centern heraus agieren. Sie betreuen ihre „Kunden“ sehr intensiv per Telefon und Messenger-Dienst. Die Kriminellen, die sich sehr überzeugend und selbstbewusst als echte Broker ausgeben, nutzen zudem oft eine sogenannte Remote-Software. Diese wird unter dem Vorwand benutzt, den Kunden das Benutzerkonto zu erklären und einzurichten. Währenddessen stehlen die Betrüger unbemerkt Daten z.B. zu Kreditkarten und Bankkonten. Mit den so erlangten Zugangsdaten überweisen die Betrüger später ohne Wissen der Geschädigten weitere Beträge an sich.

In Bremen ließen sich solche Betrüger über eine Fernwartungs-Software auf den Rechner des Betroffenen aufschalten und für das Online-Banking freischalten. Die Opfer wurden nun im Verlauf der Beratung bedrängt, nach der ersten recht niedrigen Einzahlung, immer größere Summen auf ihre vermeintlich neu eingerichteten Investmentkonten zu überweisen. Die privaten Anleger konnten auf diesen Konten sehen, wie sich ihr eingesetztes Kapital rasant vergrößerte und tätigten nach Aufforderung ihrer „Broker“ immer weitere hohe Einzahlungen. Bevor die Bremer schließlich an ihr scheinbar beträchtlich vermehrtes Kapital kamen, mussten sie zunächst hohe „Bearbeitungs- und Transaktionsgebühren“ zahlen. In Wahrheit hatten zu diesem Zeitpunkt die angeblichen Finanzberater das Geld ihrer Anleger bereits abgezweigt. Das Investmentkonto gab es tatsächlich nie.

Die Polizei warnt und gibt Tipps:

   -	Ungewöhnlich hohe Gewinne mit wenig Einsatz, sollten immer 
misstrauisch machen. -	Banken und Sparkassen gehen nicht direkt auf 
Kunden zu, um sie zum Online-Trading zu bringen. -	Informieren Sie 
sich über die Trading-Plattformen, bevor Sie sich anmelden oder Geld 
überweisen. -	Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Fragen Sie 
notfalls bei der offiziellen Plattform nach, wer der Händler ist.

Geben Sie keine sensiblen Daten preis – wie Zugangsdaten zum Online-Banking oder zum Depot. Befürchten Sie Opfer geworden zu sein? Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!

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