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September 17, 2021

Keine Scheu vor Menschen mehr In Köln gibt es so viele Wildschweine wie nie zuvor

Foto : Stadt Köln

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Köln –

Foto : Stadt Köln

Brombeerhecken. Die sind der ideale Unterschlupf für Wildschweine. Solche dichten und hohen Hecken gibt es im rechtsrheinischen Köln oft – und fast immer in der Nähe von Straßen oder Siedlungen. „Und das macht Probleme“, sagt Revierförster Jörn Anhalt. „In diesem Jahr gibt es so viele Wildschweine wie nie zuvor in meinen 23 Jahren als Förster. Wegen der warmen Winter finden sie viel pflanzliche Nahrung. Und wegen Corona gab es kaum gemeinschaftliche Jagden.“

Deshalb habe sich die Zahl der Tiere wohl annähernd vervierfacht. Und weil die große Menge an Tieren im Wald nicht genügend Engerlinge und andere wichtige Proteinlieferanten finden, durchwühlen sie immer häufiger Gärten und Grünanlagen. „Eine Rotte lebt zum Beispiel im einem Brombeergebüsch an der Neubausiedlung auf dem ehemaligen Madaus-Gelände. Und mehrere Dutzend Tiere in den Hecken neben dem Autobahnkreuz Merheim“, weiß Anlauf. In Dünnwald Brück statten sie Gärten schon seit Jahren nächtliche Besuche ab, jetzt tauchen sie immer häufiger auch tagsüber nahe von Wohngebieten, etwa in Dellbrück, auf.

Von den Wildschweinen geht keine direkte Gefahr aus

„Gefährlich sind die Tieren nicht. Außer Sie wollen einen Frischling streicheln“, sagt Anlauf. Allerdings werden die Schweine häufig auf Straßen und Radwegen gesichtet, denn sie haben die Scheu vor Menschen verloren. Zudem würden sie von Kompost und Speiseresten geradezu angelockt. „Sie sind klug und wissen genau, dass ihnen in der Nähe von Siedlungen nichts passiert“, so der Förster. Diese gelten ebenso wie Friedhöfe und Sportanlagen als „befriedete Bereiche“.

Deshalb sollen die Tiere in den rechtsrheinischen Revieren ab Oktober in Drückjagden zunächst aufs offene Gelände fern von Siedlungen getrieben werden. Aber das ist aufwändig. „Man brauch mehrere Jäger und zusätzliche Helfer sowie gut ausgebildete Jagdhunde, die mutig und hartnäckig genug sind, eine Rotte aus der Brombeerhecke herauszutreiben“, schildert der Förster. „Außerdem müssen oft Straßen gesperrt werden.“ Besonders knifflig dürfte das Prozedere bei den Schwarzkitteln am Autobahnkreuz werden. Ohne Bejagung allerdings werde das Problem riesengroß werden, so Anlauf. Zuständig für die Jagd sind neben den Revierförstern die Pächter der Reviere.

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