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Januar 17, 2022

NSR Stadtmagazin

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Impfung hinter Gittern: Beschäftigte der JVA haben die Ärmel hochgekrempelt

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Mit zwei ersten Terminen am Montag und Mittwoch wurde begonnen – am heutigen Sonnabend haben nun die letzten 60 Kolleginnen und Kollegen ihre Ärmel hochgekrempelt: Innerhalb nur einer Woche konnten auf diese Weise insgesamt 326 JVA-Beschäftigte – und damit alle, die sich dafür entschieden haben – eine Erstimpfung gegen das Corona-Virus erhalten. Im nächsten Schritt sollen ab Montag nun auch alle Gefangenen, die sich impfen lassen wollen, ein entsprechendes Angebot erhalten.

Dazu Justizsenatorin Claudia Schilling: „Hinter Gittern zu arbeiten – das ist unter Pandemiebedingungen eine noch größere Herausforderung als ohnehin schon. Ich bin auch daher sehr froh, dass sich jetzt alle JVA-Beschäftigten für die Impfung entscheiden konnten. Und ich bin froh, dass dieses An-gebot unter den Beschäftigten auf sehr große Akzeptanz gestoßen ist. Damit schützen wir nicht nur den sensiblen und bei einem Ausbruch des Virus besonders gefährdeten Bereich Justizvollzugsanstalt und die dort Beschäftigten, sondern mittelbar auch die häufig vorerkrankten Gefangenen, die dort auf engem Raum gemeinsam untergebracht sind.“

Zum Glück sei es durch die vielfältigen Maßnahmen, die in der JVA umgesetzt wurden, bislang gelungen, das Virus weitestgehend aus der Haftanstalt herauszuhalten, so Schilling weiter: „In erster Li-nie ist das dem großen Engagement der dort Beschäftigten zu verdanken, die in der Pandemie-Situation trotz der vielen damit verbundenen Einschränkungen und Zusatzarbeit alles dafür getan haben, um ein Einschleppen und eine Verbreitung des Virus innerhalb der JVA zu verhindern.“

Die Impfungen seien nun ein weiterer wichtiger und folgerichtiger Schritt, um nicht nur Beschäftigten, sondern auch die Gefangenen selbst noch besser zu schützen. Schilling: „Letztlich kann das Virus nur von außen in die Anstalt gelangen – auch deshalb war es eine absolut richtige Entscheidung, die Be-diensteten im Justizvollzug zu priorisieren. Ich bin wirklich dankbar, dass es durch die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsressort nun gelungen ist, diese Impfungen kurzfristig zu terminieren und innerhalb nur weniger Tage durchzuführen. Dafür haben sich die Anstaltsleitung, die Beschäftigten selbst und auch wir als Ressort im Vorfeld gemeinsam stark gemacht.“

Die Impfungen selbst wurden direkt in der JVA vorgenommen – in Zusammenarbeit mit einem mobilen Team des Impfzentrums, dem medizinischen Dienst der JVA und dem zuständigen Betriebsarzt.

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