Aktuelle Nachrichten aus Bremen , Bremerhaven und umzu.

NSR Stadtmagazin gehört zur Familie vom NSR Stadtradio und dem NSR Schlagerradio. Hier bekommt ihr den Schlager und die Musik aus Deutschen Landen die ihr wirklich hören wollt.Unsere Moderatoren freuen sich auf euch !….

Listen to this article

„Kunst als Bestandteil von Bauwerken hat in Deutschland und auch in Bremen eine lange Tradition. Mal sieht man die Objekte ganz öffentlich, oft aber sind sie unauffällig positioniert oder nur schwer zugänglich. Die Wanderausstellung ‚70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland‘ bringt uns diese Kunstwerke nun etwas näher.“ Mit einem Grußwort eröffnete Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz am Mittwochabend (29. Juni 2022) die Ausstellung in der Unteren Rathaushalle und begrüßte die Gäste aus der Architektur- und Kunstszene sowie interessierte Besucherinnen und Besucher. Im Anschluss führte der mitverantwortliche Kurator Michael Kasiske (Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in Berlin) in die Ausstellung ein. Als weitere Rednerinnen und Redner anwesend waren Prof. Dr. Christian von Wissel (Bremer Zentrum für Baukultur) und Rose Pfister (Stiftung Bremer Bildhauerpreis). Für die Ausstellung in Bremen sind neben dem Senator für Kultur das Bremer Zentrum für Baukultur als Kooperationspartner und die Stiftung Bremer Bildhauerpreis verantwortlich, unterstützt durch den BDA (Bund Deutscher Architekten und Architektinnen).

Die Ausstellung „70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland“ ist eine Zusammenschau von Kunst-am-Bau-Werken, die in Zeiten der Teilung Deutschlands und seit der Wiedervereinigung für staatliche Institutionen im In- und Ausland entstanden sind. Nahezu alle bedeutenden Künstlerinnen und Künstler Deutschlands haben seither Kunst am Bau in staatlichem Auftrag realisiert und mehr als 8.000 Kunstwerke geschaffen.

Die Ausstellung wurde im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in Zusammenarbeit mit dem Büro schmedding.vonmarlin und Studio Krimm erarbeitet und zieht seit 2021 durch das Bundesgebiet. Nun hat sie in Bremen Einzug gefunden. Die historische und politische Entwicklung Deutschlands widerspiegelnd können rund 60 Kunstwerke inklusive Erläuterungen in ihrem räumlichen und institutionellen Kontext noch bis zum 31. Juli 2022 in der Unteren Rathaushalle besichtigt werden.

„Seit nunmehr 70 Jahren bereichert staatlich beauftragte Kunst unser Leben und unseren Alltag, doch sind nur einige Arbeiten allgemein bekannt. Viele der betroffenen Gebäude sind entweder öffentlich nicht zugänglich oder einfach zu weit weg. Bekannte Beispiele für Kunst am Bau in Bremen sind unter anderem das jüngst fertiggestellte Kunstwerk ‚Flow‘ am Eingang des neuen Horner Bads oder die Reliefs an der Schule an der Witzlebenstraße. Beide sind als Teil der Bremer Ausstellung zu sehen“, ergänzte Staatsrätin Emigholz.

 

Das Kunstwerk FLOW des Künstlers Constantin Jaxy über dem Eingangsbereich des neuen Horner Bads. Foto: Kulturressort

Das Konzept Kunst am Bau geht auf eine lange Tradition bis in die 1920er Jahre zurück. In beiden deutschen Staaten gehörte die Förderung der Kunst nach dem zweiten Weltkrieg zur Kulturpolitik der ersten Stunde. So beschlossen 1950 sowohl der Deutsche Bundestag als auch die Volkskammer der DDR, bildende Künstlerinnen und Künstler bei staatlichen Baumaßnahmen zu beteiligen und einen Anteil der Bausumme bei Neubauten und Wiederinstandsetzungen von Staatsbauten für Kunst vorzusehen. Die erstmal 1952 eingeführte Kunst-am-Bau-Regel wurde 1973 zugunsten des Programms Kunst im öffentlichen Raum abgelöst. Im Jahr 2011 sprach sich der Bremer Senat für die Wiedereinführung der Kunst am Bau aus, um diese beiden Programme miteinander zu ergänzen. Die Perspektive für die Bremer Kunst am Bau soll speziell in den Veranstaltungen des Rahmenprogramms zur Ausstellung thematisiert werden.

In einem Stadtdialog „Wie weiter mit der Kunst am Bau in Bremen?“ am 19. Juli 2022 wird es einen interessanten Einblick darüber geben, was Kunst am Bau durch die baukulturelle Entwicklung unserer Stadt leisten kann.

Weitere Informationen zu Führungen und dem Programm können auf der Webseite des Bremer Zentrum für Baukultur unter www.bzb-bremen.de eingesehen werden.

Andre

Von Andre

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Error

JavaScript von kostenlose-javascripts.de
×

Powered by

× Redaktion NSR Stadtmagazin