Fliegt Bremen das Böllerverbot noch um die Ohren?

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  • Drei Eilanträge liegen gegen das Bremer Böllerverbot vor
  • Bremer Oberverwaltungsgericht kündigt Entscheidung an
  • In Niedersachsen hatten Kläger mit ähnlichen Anträgen Erfolg

Dem Bremer Oberverwaltungsgericht (OVG) liegen drei Eilanträge gegen das Böllerverbot vor – und ein Sprecher kündigte eine baldige Entscheidung darüber an. Möglicherweise steht schon Mittwoch fest, ob das Verbot Bestand hat oder gekippt wird, sagte der Gerichtssprecher am Dienstag.

Dem OVG liegen drei Eilanträge gegen das Böllerverbot in Bremen vor, bestätigte der Sprecher buten un binnen auf Nachfrage. Die Stadt hat bis Dienstagvormittag Zeit, Stellung zu den Argumenten zu nehmen, mit denen die Antragssteller das Verbot kippen wollen. Die Bremer Innenbehörde kommentiert die Anträge nicht. „Wir warten die Gerichtsentscheidung ab und werden uns dann äußern“, sagte eine Sprecherin buten un binnen.

In Bremen sind nur Tischfeuerwerk und Knallerbsen erlaubt

In Niedersachsen hatten Kläger mit ähnlichen Anträgen Erfolg. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg befand das Feuerwerksverbot für zu weitreichend und für den Corona-Infektionsschutz nicht notwendig. In Bremen ist es nach derzeitigem Stand komplett verboten, an Silvester Böller und Raketen zu zünden. Erlaubt sind nur Tischfeuerwerk und Knallerbsen.

Vechta verbietet Feuerwerk an vielen Orten

Der Kreis Vechta hat das Abbrennen von Silvesterfeuerwerk an vielen öffentlichen Orten wie Marktplätzen, Bahnhofsbereichen sowie Schulen und Spielplätzen ausdrücklich verboten. Damit soll wegen der Corona-Pandemie verhindert werden, dass sich viele Menschen versammeln, sagte Vechtas Erster Kreisrat Hartmut Heinen dem NDR. Außerdem appellieren die Kommunen im Kreis, dass Kinder in diesem Jahr auf die beliebten Neujahrstouren verzichten sollten.