Corona in Bremen: Impf-Start steht fest – Schüler entscheiden selbst

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Die Corona-Lage im Land Bremen bleibt angespannt. Deshalb hat die Bildungsbehörde jetzt einen Beschluss gefasst. Und die Impfzentren sind startklar.

Update, 22. Dezember 2020, 10:32 Uhr: Bremen/Bremerhaven – Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus im Land Bremen hat die Bremer Bildungsbehörde mitgeteilt, dass die Präsenzpflicht in Bremer Schulen auch für die Woche vom 11. bis zum 15. Januar 2021 aufgehoben wird. Erziehungsberechtigte sowie volljährige Schüler entscheiden, ob sie am angebotenen Präsenzunterricht teilnehmen.

Corona-Pandemie in Bremen: Schüler können sich kostenlos auf Coronavirus testen lassen

 

Regulär hätte die Schule in Bremen nach den Ferien wieder am 11. Januar begonnen. Von diesem Datum an sollen die Schülerinnen und Schüler aller Bremer Schulen auf das Coronavirus getestet werden. Es sei das Bestreben, für alle Schüler und Schulbeschäftigten „eine freiwillige und kostenlose Testmöglichkeit zu organisieren“, heißt es in einem Schreiben vom Bildungsbehörden-Abteilungsleiter Torsten Klieme. Die Tests werden als „zusätzlicher Beitrag für einen sicheren Schulstart“ verstanden.

Indes ist bekannt geworden, dass Bremen ab dem 27. Dezember täglich mehr als 2100 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen will. Die entsprechenden CoronaImpfzentren werden in der Messehalle 7 in Bremen und in der Stadthalle in Bremerhaven eingerichtet. Träger der Zentren sind die kommunalen Behörden, das Land stehe hinsichtlich des benötigten Personals im Austausch mit Hilfsorganisationen und der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen stehen. Auch die Rekrutierung Freiwilliger ist angedacht.

Bremen im Corona-Kampf: Ryanair-Verbindung nach London gestrichen – 7-Tage-Inzidenz steigt

Erstmeldung, 21. Dezember 2020, 11:40 Uhr: Bremen/Bremerhaven – Erst am Sonntag, 20. Dezember, hat das Bremer Gesundheitsressort 151 neue Corona-Fälle im Land Bremen gemeldet – 128 aus Bremen, 23 aus Bremerhaven. Zudem sind drei Corona-Patienten am Virus verstorben. Die Neuinfektionen sind laut der Gesundheitsbehörde mit zwei größeren Ausbrüchen in der Stadt Bremen zu erklären.

Die Bremer Gesundheitsbehörde verweist darauf, dass es in einem Pflegeheim zu 28 neuen Coronavirus*-Fällen und in einem Betrieb zu 25 Fällen gekommen ist. Die 7-Tage-Inzidenz – ein Wert, der die Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner der letzten sieben Tage auflistet – sei von 119,5 am Samstag auf 133,6 am Sonntag angestiegen. Auch in Bremerhaven ist der Wert von Samstag (97,7) auf Sonntag (105,3) nach oben gegangen.

Da in Großbritannien eine Mutation vom Coronavirus entdeckt wurde, die sich rapide verbreitet, hat das Bundesverkehrsministerium entsprechend reagiert. Am Sonntag, 20. Dezember, wurde verfügt, dass ab Montag, 21. Dezember, von dort kommende Flugzeuge nicht mehr in Deutschland landen dürfen. Ein Verbot, das vorerst bis Jahresende gilt. In Bremen ist hiervon die Ryanair-Verbindung von London/Stansted betroffen.

Coronavirus macht Bremer Pflegeheimen schwer zu schaffen – 206 Infizierte

Ursprünglich hätte die Maschine am Montagnachmittag in Bremen landen sollen. Kurz darauf wäre das Flugzeug wieder gen London abgehoben. Die bereits angesprochene Mutation breitet sich vor allem in London und Südostengland rasant aus. Für die Region ordneten die Behörden bereits einen Shutdown mit Ausgangs- und Reisesperren an. Doch zurück nach Bremen. In der Hansestadt muss die traurige Bilanz gezogen werden, dass rund die Hälfte der am Coronavirus gestorbenen Menschen in Pflegeheimen gelebt hat.

Laut Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts, kamen allein zwischen dem 10. und 15. Dezember acht neue Todesfälle in Bremer Pflegeeinrichtungen dazu. Gemäß der Gesundheitsbehörde sind in der Stadt Bremen derzeit 206 Menschen in Pflegeheimen mit dem Virus infiziert. 119 hiervon sind Bewohner, 87 sind Mitarbeiter. Insgesamt gebe es Corona-Ausbrüche in 19 Bremer Pflegeeinrichtungen.

Bremer Corona-Fälle: Ältere mit großem Risiko, auch junge Menschen dabei

Zur Erklärung: Steckt eine infizierte Person eine weitere an, definiert das Robert-Koch-Institut (RKI) dies als Ausbruch. Grundsätzlich sei die Zahl der älteren Menschen, die an oder mit dem Virus gestorben sind, in den vergangenen Wochen noch einmal angestiegen. Daten zur Altersverteilung der Patienten, die aufgrund einer Coronavirus-Infektion in Bremer Krankenhäusern behandelt werden, würden dem Gesundheitsressort aber nicht vorliegen.

Rolf Dembinski, Chefarzt auf der Intensivstation in der Klinik für Intensiv- und Notfallmedizin im Klinikum Bremen-Mitte, verweist auf zehn Personen, die momentan wegen einer Corona-Infektion behandelt werden. „Der Großteil davon ist über 65 Jahre alt. Aber wir haben auch zwei Patienten, die erst 46 Jahre alt sind“, wird Dembinski von buten und binnen zitiert. Der Arzt kann bestätigen, dass ältere Menschen ein höheres Risiko für schwere Krankheitsverläufe aufweisen.

Bremens Anti-Corona-Politik: Bürgermeister Bovenschulte will Menschen in Alten- und Pflegeheimen schützen

Doch würden inzwischen auch immer mehr Menschen zwischen 40 und 50 Jahren schwer an dem Virus erkranken. „In der Regel sind das dann Patienten mit Vorerkrankungen, allerdings sprechen wir hier von Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, Übergewicht oder Diabetes“, heißt es von Dembinski. Erst am Mittwoch, 16. Dezember, hatte Bremens Bürgermeister vehement betont, dass die Menschen in Alten- und Pflegeheimen geschützt werden müssen.

 
 
 

Die Corona-Lage im Land Bremen bleibt angespannt. Deshalb hat die Bildungsbehörde jetzt einen Beschluss gefasst. Und die Impfzentren sind startklar.

Update, 22. Dezember 2020, 10:32 Uhr: Bremen/Bremerhaven – Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus im Land Bremen hat die Bremer Bildungsbehörde mitgeteilt, dass die Präsenzpflicht in Bremer Schulen auch für die Woche vom 11. bis zum 15. Januar 2021 aufgehoben wird. Erziehungsberechtigte sowie volljährige Schüler entscheiden, ob sie am angebotenen Präsenzunterricht teilnehmen.

 
Stadt in Bremen: Bremen
Fläche: 326,7 Quadratkilometer
Bevölkerung: 547.979 (30. Apr. 2012)
Bürgermeister: Andreas Bovenschulte
Vorwahl: 0421

Corona-Pandemie in Bremen: Schüler können sich kostenlos auf Coronavirus testen lassen

 

Regulär hätte die Schule in Bremen nach den Ferien wieder am 11. Januar begonnen. Von diesem Datum an sollen die Schülerinnen und Schüler aller Bremer Schulen auf das Coronavirus getestet werden. Es sei das Bestreben, für alle Schüler und Schulbeschäftigten „eine freiwillige und kostenlose Testmöglichkeit zu organisieren“, heißt es in einem Schreiben vom Bildungsbehörden-Abteilungsleiter Torsten Klieme. Die Tests werden als „zusätzlicher Beitrag für einen sicheren Schulstart“ verstanden.

Ein Schild an einem Desinfektionsspender im zukünftigen Impfzentrum Bremens in Messehalle 7 weist darauf hin, sich die Hände zu desinfizieren.

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Messehalle 7 in Bremen: Hier werden ab dem 27. Dezember Corona-Impfungen stattfinden.

Indes ist bekannt geworden, dass Bremen ab dem 27. Dezember täglich mehr als 2100 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen will. Die entsprechenden CoronaImpfzentren werden in der Messehalle 7 in Bremen und in der Stadthalle in Bremerhaven eingerichtet. Träger der Zentren sind die kommunalen Behörden, das Land stehe hinsichtlich des benötigten Personals im Austausch mit Hilfsorganisationen und der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen stehen. Auch die Rekrutierung Freiwilliger ist angedacht.

Bremen im Corona-Kampf: Ryanair-Verbindung nach London gestrichen – 7-Tage-Inzidenz steigt

Erstmeldung, 21. Dezember 2020, 11:40 UhrBremen/Bremerhaven – Erst am Sonntag, 20. Dezember, hat das Bremer Gesundheitsressort 151 neue Corona-Fälle im Land Bremen gemeldet – 128 aus Bremen, 23 aus Bremerhaven. Zudem sind drei Corona-Patienten am Virus verstorben. Die Neuinfektionen sind laut der Gesundheitsbehörde mit zwei größeren Ausbrüchen in der Stadt Bremen zu erklären.

Die Bremer Gesundheitsbehörde verweist darauf, dass es in einem Pflegeheim zu 28 neuen Coronavirus*-Fällen und in einem Betrieb zu 25 Fällen gekommen ist. Die 7-Tage-Inzidenz – ein Wert, der die Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner der letzten sieben Tage auflistet – sei von 119,5 am Samstag auf 133,6 am Sonntag angestiegen. Auch in Bremerhaven ist der Wert von Samstag (97,7) auf Sonntag (105,3) nach oben gegangen.

Zu sehen sind zwei Senioren sowie ein Patientenbetreuer in der diakonischen Einrichtung Friedehorst in Bremen.

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Zahlreiche Alten- und Pflegeheime in Bremen sehen sich mit Corona-Fällen konfrontiert.

Da in Großbritannien eine Mutation vom Coronavirus entdeckt wurde, die sich rapide verbreitet, hat das Bundesverkehrsministerium entsprechend reagiert. Am Sonntag, 20. Dezember, wurde verfügt, dass ab Montag, 21. Dezember, von dort kommende Flugzeuge nicht mehr in Deutschland landen dürfen. Ein Verbot, das vorerst bis Jahresende gilt. In Bremen ist hiervon die Ryanair-Verbindung von London/Stansted betroffen.

Coronavirus macht Bremer Pflegeheimen schwer zu schaffen – 206 Infizierte

Ursprünglich hätte die Maschine am Montagnachmittag in Bremen landen sollen. Kurz darauf wäre das Flugzeug wieder gen London abgehoben. Die bereits angesprochene Mutation breitet sich vor allem in London und Südostengland rasant aus. Für die Region ordneten die Behörden bereits einen Shutdown mit Ausgangs- und Reisesperren an. Doch zurück nach Bremen. In der Hansestadt muss die traurige Bilanz gezogen werden, dass rund die Hälfte der am Coronavirus gestorbenen Menschen in Pflegeheimen gelebt hat.

Laut Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts, kamen allein zwischen dem 10. und 15. Dezember acht neue Todesfälle in Bremer Pflegeeinrichtungen dazu. Gemäß der Gesundheitsbehörde sind in der Stadt Bremen derzeit 206 Menschen in Pflegeheimen mit dem Virus infiziert. 119 hiervon sind Bewohner, 87 sind Mitarbeiter. Insgesamt gebe es Corona-Ausbrüche in 19 Bremer Pflegeeinrichtungen.

Bremer Corona-Fälle: Ältere mit großem Risiko, auch junge Menschen dabei

Zur Erklärung: Steckt eine infizierte Person eine weitere an, definiert das Robert-Koch-Institut (RKI) dies als Ausbruch. Grundsätzlich sei die Zahl der älteren Menschen, die an oder mit dem Virus gestorben sind, in den vergangenen Wochen noch einmal angestiegen. Daten zur Altersverteilung der Patienten, die aufgrund einer Coronavirus-Infektion in Bremer Krankenhäusern behandelt werden, würden dem Gesundheitsressort aber nicht vorliegen.

 

Rolf Dembinski, Chefarzt auf der Intensivstation in der Klinik für Intensiv- und Notfallmedizin im Klinikum Bremen-Mitte, verweist auf zehn Personen, die momentan wegen einer Corona-Infektion behandelt werden. „Der Großteil davon ist über 65 Jahre alt. Aber wir haben auch zwei Patienten, die erst 46 Jahre alt sind“, wird Dembinski von buten und binnen zitiert. Der Arzt kann bestätigen, dass ältere Menschen ein höheres Risiko für schwere Krankheitsverläufe aufweisen.

Bremens Anti-Corona-Politik: Bürgermeister Bovenschulte will Menschen in Alten- und Pflegeheimen schützen

Doch würden inzwischen auch immer mehr Menschen zwischen 40 und 50 Jahren schwer an dem Virus erkranken. „In der Regel sind das dann Patienten mit Vorerkrankungen, allerdings sprechen wir hier von Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, Übergewicht oder Diabetes“, heißt es von Dembinski. Erst am Mittwoch, 16. Dezember, hatte Bremens Bürgermeister vehement betont, dass die Menschen in Alten- und Pflegeheimen geschützt werden müssen.

 

„Das muss eine der absoluten klaren Schwerpunkte unserer Anti-Corona-Politik sein“, ließ Andreas Bovenschulte (SPD) in einer Regierungserklärung verlauten. Zum einen sei es wichtig, dass vermehrt Corona-Test in Altenheimen erfolgen. „Zum anderen werden wir zuerst in Pflegeeinrichtungen impfen, um dort die Gefahr von Todesfällen zu reduzieren“, heißt es vom Sprecher der Gesundheitsressorts (Stand der Daten: 19. Dezember 2020). // *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.