Cuxhaven — Schwerer Verkehrsunfall am frühen Abend des 19.12.2020 mit stundenlanger Vollsperrung der BAB 27 in Richtung Cuxhaven

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Cuxhaven (ots)

Am frühen Abend des 19.12.2020 kam es auf der BAB 27 in Richtung Cuxhaven, zwischen den Anschlussstellen Ihlpohl und Schwanewede, zu einem folgeschweren Verkehrsunfall. Ein 19jähriger Fahranfänger aus Bremen fuhr mit seinem 5er BMW und hoher Geschwindigkeit auf zwei Pkw auf, die sich gerade in einem Überholvorgang befanden. Nach bisherigen Ermittlungsstand bremste der 19jährige nicht ab, sondern versuchte, den auf dem Hauptfahrstreifen fahrenden Pkw Seat einer 40jährigen Bremerin rechts, auf dem Standstreifen, zu überholen. Hierbei kollidierte er mit dem Heck des Seat’s. Die Bremerin wurde durch den erheblichen Geschwindigkeitsüberschuss des BMW erst nach rechts in die Seitenschutzplanke, anschließend nach links in die Mittelschutzplanke und wieder auf den Hauptfahrstreifen geschleudert. Durch die erhebliche Aufprallenergie und den darauffolgenden Kollisionen mit den Schutzplanken wurde der Seat derart gestaucht und deformiert, dass die 40jährige in ihrem Fahrzeug eingeklemmt worden ist und von den Rettungskräften der Freiwilligen Feuerwehren Stendorf und Ihlpohl mit schwerem Gerät befreit werden musste. Bei dem Unfall erlitt die 40Jährige schwere Verletzungen und wurde mit Rettungswagen, unter notärztlicher Begleitung, einem Bremerhavener Krankenhaus zugeführt. Der 19Jährige Bremer und seine zwei Insassen wurden leicht verletzt und mit einem RTW in ein Bremer Krankenhaus verbracht. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurden bei dem 19jährigen der Führerschein und das Smartphone beschlagnahmt. Weiter wurde ein Kfz-Sachverständiger hinzugezogen, um den Unfallhergang gutachterlich zu rekonstruieren. Hierzu wurden auch beide Unfallbeteiligten Pkw beschlagnahmt. Zur Spurensicherung und Rekonstruktion des Unfallherganges sowie zur Bergung der Pkw und der Beseitigung des 200 Meter langen Trümmerfeldes war die Richtungsfahrbahn Cuxhaven an der Unfallstelle für über sieben Stunden gesperrt.

 

Fotos: Polizei