Bayerns Polizei bekommt gepanzerte Fahrzeuge mit Waffenstationen

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Die bayerische Polizei erhält zwei neue gepanzerte Spezialfahrzeuge mit Waffenstationen. Die „Offensivfahrzeuge“ sollen bei „besonders gefährlichen Einsätzen“ zum Einsatz kommen. In den sozialen Medien kam die neue Ausstattung der Polizei nicht besonders gut an.

Am Montag stellte Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) in Nürnberg die beiden neuen gepanzerten Spezialfahrzeuge vor, die nun zur Ausstattung der bayerischen Polizei gehören. Die „Offensivfahrzeuge“ sollen vor allem bei „gefährlichen Einsätzen“ genutzt werden, etwa um gegen schwer bewaffnete Täter vorzugehen. Die Fahrzeuge „Enok 6.2“ wurden von der Firma „Armored Car Systems“ im Landkreis Aichach-Friedberg entwickelt. Um gegen potenzielle „gefährliche Täter“ vorgehen zu können, besitzen die Wagen spezielle Waffensysteme: Eines der Fahrzeuge hat einen drehbaren Waffenturm, das andere über eine Waffenstation, die von innen bedient werden kann. Mithilfe der Spezialfahrzeuge könnte man beispielsweise „Personen aus Gefahrensituationen retten“.

„Dank der wirksamen Panzerung sind unsere Spezialeinheiten bestmöglich geschützt, vor allem bei Terror- oder Amoklagen“, erklärte Herrmann.

Stationiert sind die beiden Fahrzeuge bei den Spezialeinheiten in München und Nürnberg, sodass man damit Einsatzlagen in ganz Bayern abdecken kann. Die Einsatzfahrzeuge seien, so Herrmann, grundsätzlich „rund um die Uhr einsatzbereit“. Man hoffe jedoch, dass es zu möglichst wenigen Einsätzen kommt.

Der Kostenpunkt für die zwei Fahrzeuge liegt bei 2,4 Millionen Euro, wie sein Ministerium mitteilte. Auch, wenn den Sicherheitsbehörden nach Herrmanns Angaben derzeit keine konkreten Anschlagsgefahren bekannt sind, zeigte er sich begeistert über die Investition, denn die Erfahrung mit „Terroranschlägen in Europa und anderswo zeige, dass Terroristen schwer bewaffnet auf erschreckende Weise schlimmen Schaden anrichten können“. Das Geld sei deshalb „hervorragend angelegt“. In den letzten Jahren wurden nach Angaben des Innenministers auch die Streifenwagen der Polizei wegen der „zunehmenden terroristischen Bedrohung“ mit spezieller Schutzausrüstung ausgestattet.

In den sozialen Medien zeigte man sich wenig begeistert über den Twitter-Post der Polizei Mittelfranken. Viele Twitter-User fragten sich, wozu die Polizei solche Gefährte brauche und ob „in Nürnberg Krieg“ herrsche.

1 Kommentar

  1. Ihr Bayern habt doch echt den Knall nicht gehört und ihr wollt uns gegenüber Behaupten das es nicht Steuergelder der Gesamtbevölkerung ist !
    Bitte stellt den Ministern mal eine Rechnung aus ,zahlbar innerhalb 14 Tage !
    Sollen sie doch die 2,4 Millionen Euro bezahlen!!

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