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Schulbehörde plant Lernferien für Bremer Schüler

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  • Schüler sollen Lernrückstände in Ferien aufholen können
  • Angebot soll sich laut Senat vor allem an Grundschüler richten
  • Ähnliche Pläne sorgen in Hamburg für Kritik

Bremer Schülerinnen und Schüler könnten in den Sommerferien coronabedingte Lernrückstände aufholen. „Wir planen Lernferien und auch Ferienbetreuung“, sagte Annette Kemp, Sprecherin des Bildungsressorts, auf Anfrage von buten un binnen.
Laut Kemp stimme sich das Bildungsressort derzeit noch mit anderen Ressorts ab. Der Bedarf nach sogenannten Lernferien werde aktuell an den Schulen abgefragt. Kemp zufolge soll sich das Angebot vor allem an Grundschüler richten. „Wir loten gerade aus, wie wir mehr Schülerinnen und Schüler einbinden können“, sagte sie. Details werde es in etwa zwei Wochen geben. „Vielleicht auch etwas später“, so Kemp.
Der Zentrale Elternbeirat Bremen begrüßt die Pläne. „Wir fänden es gut und wichtig, wenn die ganzen Sommerferien ein Betreuungsangebot vorhanden wäre“, sagte dessen Vorsitzender, Martin Stoevensandt, zu buten un binnen. Schließlich hätten viele Eltern Ferien und Überstunden aufgebraucht. Er würde sich zudem Förderkurse für schwache Schüler und Schwimmkurse wünschen, die ausgefallen seien.

Hamburger Schulbehörde erntet Kritik für ähnliche Pläne

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Bremen hält Lernferien für „ein gutes Angebot für Schülerinnen und Schüler“. Allerdings dürfe es nicht die Kollegen weiter belasten, sagte Landesvorstandssprecherin Barbara Schüll. Bremens Lehrkräfte hätten viel Arbeit in digitale Angebote und in die Wiederaufnahme des Unterrichts investiert. Das hätte auch die Osterferien überschattet, so Schüll. „Wir sind ferienreif.“ Sie schlägt vor, stattdessen externe Kräfte zu engagieren.
In Hamburg wird aktuell hitzig über Ferienangebote für Schüler mit Nachholbedarf diskutiert. Die Schulbehörde erntete heftige Kritik für entsprechende Pläne. Man sei fassunglos über die Ignoranz der Behörde, zitierte der NDR die GEW. Die Vereinigung der Stadtteilschulleitungen wirft der Behörde „Rücksichtslosigkeit“ vor.

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