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KORREKTUR: Fahrpläne für die Öffnung von Kitas und Schulen

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Westfale (CC0), Pixabay

Die Belastungen der Corona-Krise sind speziell für Kinder und Jugendliche, Eltern sowie Beschäftigte in Kitas und Schulen aus diversen Perspektiven immens. Mit der Notbetreuung in Kitas werden derzeit rund 20 Prozent der Krippen- und Kita-Kinder erreicht. In Grundschulen und in weiterführenden Schulen wurden Zehnt- und Viertklässlern erste Präsenzangebot unter Corona-Bedingungen gemacht, Prüfungen wurden absolviert. „Vor dem Hintergrund der umfangreichen Lockerungen und Öffnungen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens – beispielsweise auch in Gastronomie, Sport und im Einzelhandel – wollen und müssen wir Kindern und Jugendlichen ihr Grundrecht auf Bildung ermöglichen, soweit es der Gesundheitsschutz zulässt“, sagt Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung.
Der Bremer Senat hat heute (12. Mai 2020) deshalb beschlossen, die Kindertagesbetreuung sowie den Präsenzunterricht im Land Bremen schrittweise auszubauen.
 

Fahrplan für die Kindertagesbetreuung im Land Bremen

Ab 18. Mai 2020 soll der Wiedereinstieg in Kitas und Tagespflege für

  • alle Kinder mit Sprachförderbedarf gemäß CITO-Testung,
  • Vorschulkinder, die Kitas in sozialen Index-Lagen besuchen und
  • für Kinder mit anerkanntem Frühförderbedarf mit Angeboten zur Frühförderung gelten.
  • Rund 32 Prozent aller Kinder mit Platz in der Kindertagesbetreuung werden erreicht.

Ab 1. Juni 2020 sollen

  • alle Vorschulkinder wieder in die Kitas kommen.
  • Rund 40 Prozent aller Kinder mit Platz in der Kindertagesbetreuung werden erreicht

Ab 15. Juni 2020 werden

  • weitere Schritte Richtung Regelbetrieb gemacht, beispielsweise mit Angeboten für 3- bis 5-Jährige und einem Ausbau der U-3-Betreuung, wenn der Infektionsschutz es zulässt.

 

Fahrplan für Grundschulen sowie Oberschulen und Gymnasien

Mit dem Ziel, allen Schülerinnen und Schülern wieder eine feste Struktur und den persönlichen Austausch sowohl mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern als auch mit ihren Lehrkräften zu ermöglichen, wird der Präsenzunterricht schrittweise ausgebaut. Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangslagen muss nach Schularten differenziert werden, wobei Präsenzangebote in allen Schulen mindestens zweimal wöchentlich in kleinen Gruppen (maximal mit der Hälfte der Klassenstärke) stattfinden sollen. Wo mehr möglich ist, werden die Schulen dabei unterstützt, zusätzliche Angebote zu schaffen.
22. April bis 8. Mai 2020

  • Schulen wurden für den ersten Termin der Abiturprüfungen geöffnet

27. April 2020

  • Präsenzunterricht/ Prüfungsvorbereitungen für die 10. Jahrgänge an Oberschulen sowie die Vorkurse der gymnasialen Oberstufe mit acht Wochenstunden.

4. Mai 2020

  • Kinder der 4. Jahrgänge bekommen ein Präsenzangebot im Umfang von vier Wochenstunden.
  • Präsenzunterricht für Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase der Gymnasialen Oberstufe

Ab 18. Mai 2020

  • werden Kinder der 4. Jahrgänge an zwei Tagen in die Schule kommen,
  • werden Kinder der 1., 2. und 3. Jahrgänge schrittweise in die Schulen geholt.
  • Ein Essensangebot an Ganztagsgrundschulen wird sukzessive unter angepassten Bedingungen wieder aufgebaut. Weitergehende Betreuungsbedarfe von Eltern werden über die Notbetreuung abgedeckt.
  • erhalten alle Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase der Gymnasialen Oberstufe und der 9. Jahrgänge der Oberschulen und Gymnasien Präsenzunterricht an mindestens zwei Tagen in der Woche.

Ab der Woche vom 25. bis 29. Mai 2020

  • erhalten die Schülerinnen und Schüler der 1. 2.und 3. Jahrgänge an mindestens zwei Tagen Präsenzangebote in ihren Schulen (insgesamt mindestens acht Stunden)
  • werden die Schülerinnen und Schüler der 5., 6., 7. und 8. Jahrgänge schrittweise in die Schule geholt und sollen an mindestens zwei Tagen pro Woche Präsenzangebote (mindestens acht Stunden) erhalten

Ab 15. Juni 2020

  • bekommen jeweils die Hälfte aller Grundschülerinnen und -schüler an ihren Schulen im Land Bremen in wechselnden Schichten ein Präsenzangebot.
  • Bekommen jeweils die Hälfte alle Schülerinnen und Schüler der Oberschulen und Gymnasien im Land Bremen in wechselnden Schichten ein Präsenzangebot.

 

Berufsbildende Schulen

Seit 27. April 2020

  • sind die berufsbildenden Schulen für die Prüfungsklassen der Vollzeitbildungsgänge und in der Dualen Ausbildung geöffnet.

Seit 4. Mai 2020
sofern weitere Räumlichkeiten und Personal zur Verfügung stehen, werden sukzessive Schülerinnen und Schüler von Nicht-Prüfungsklassen wieder beschult. Dabei sind prioritär zu berücksichtigen:

  • Abschlussklassen, die ohne Prüfung enden und
  • Klassen, die im nächsten Schuljahr die Abschlussprüfungen absolvieren.

Ab 15. Juni 2020

  • Alle Schülerinnen und Schüler erhalten ein regelmäßiges Präsenzangebot.

„Der Druck, der auf vielen Familien in dieser Krise lastet, ist riesig. Kinder und Jugendliche brauchen Strukturen und Lernangebote, Eltern benötigen Entlastung. Gleichzeitig nimmt der Druck auf Beschäftigte in Kitas und Schulen im Land Bremen durch die Auswirkungen der Krise zu. Es wahnsinnig schwer, zwischen dem Recht auf Bildung mit der Wahrung der Chancengerechtigkeit einerseits und dem Infektionsschutz aller Beschäftigten in Kitas und Schulen sowie den betreuten Kindern und Jugendlichen andererseits abzuwägen. Dieser Prozess stellt uns vor Herausforderungen, die wir bisher in dem Maße nicht kannten. Vor diesem Hintergrund ist die weitere Öffnung der Kindertagesbetreuung und der Schulen eine enorme Herausforderung. Wir stehen mit den Trägern der Kindertagesbetreuung deshalb in engem Austausch. Schulen, für die wir zum allergrößten Teil auch als Stadtgemeinden jeweils kommunaler Träger sind, können wir nicht über einen Kamm scheren, denn die Voraussetzungen der Schülerschaft, der Räume und des Personalbestandes sind höchst unterschiedlich. Die Krise erfordert eine völlig neue Schulorganisation. Wir werden die Schulleitungen und Kollegien eng auf dem Weg begleiten und ihnen eine umfassende Unterstützung aber auch die notwendige Möglichkeit zur Flexibilität geben“, sagt Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung.
Auf Basis des aktuellen Infektionsgeschehens gehe der Senat davon aus, dass vor den Sommerferien 2020 kein uneingeschränkter regulärer Schulbetrieb möglich sein wird.

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