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Großbrand im Bremer Industriehafen – Eine schwer verletzte Person

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VonCharly

Apr 28, 2020
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Bei einem Großbrand im Industriehafen sind derzeit ca. 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bremen im Einsatz.
Gegen 10:00 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage eines Lagerhallenkomplexes an der Louis-Krages-Straße aus. Noch während der Alarmierung der ersten Fahrzeuge gingen zahlreiche weitere telefonische Meldungen in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle ein. Das Einsatzstichwort und die dafür zu alarmierenden Einsatzkräfte wurden daraufhin bis zum größtmöglichen Stichwort „b5“ erhöht.
Eine massive schwarze Rauchwolke war den Medien nach bis nach Cuxhaven sichtbar. Sie stieg etwa 200m hoch und zog zunächst Richtung des Landkreises Osterholz. Im weiteren Verlauf drehte der Wind und der Rauch zieht derzeit in Richtung Woltmershausen, Huchting und Delmenhorst. Warnungen wurden für eine Geruchsbelästigung im weiten Umkreis über Radio, Lautsprecherdurchsagen und die Warnapp NINA ausgesprochen. Messungen des Fachberaters für gefährliche Stoffe und diversen Messfahrzeugen sind bisher unbedenklich.
Zu Beginn des Einsatzes hatte sich ein Mitarbeiter der betroffenen Firma durch Brandverletzungen und Rauchgasinhalation schwer verletzt. Er ist vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht worden.
Eine rasante Brandausbreitung sorgte dafür, das 10 Hallen mit einer Gesamtfläche von etwa 30.000 m² schnell in Flammen standen. Neben den Hallen, die nicht mehr zu retten waren, wurden weitere Hallen sowie diverse abgestellte Fahrzeuge durch Wärmestrahlung teils schwer beschädigt. Die umfangreich eingeleiteten Löschmaßnahmen zeigten Wirkung: Eine aufgebaute Riegelstellung sorgte dafür das keine weiteren Hallen in Brand gerieten. Sieben weitere direkt angrenzende Hallen konnten so vor den Flammen gerettet werden. Um 15:30 Uhr gab der Einsatzleiter die Meldung „Brand unter Kontrolle“, sodass eine weitere Ausbreitungsgefahr nicht mehr gegeben ist. Weiterhin herrscht eine starke Rauchentwicklung und die Löscharbeiten werden sich voraussichtlich die ganze Nacht hindurch hinziehen.
Seit Einsatzbeginn sind etwa 150 Einsatzkräfte mit ca. 60 Fahrzeugen mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Zum Einsatz kommen auch Spezialfahrzeuge, wie bspw. ein Gelenkmastfahrzeug der Werkfeuerwehr Mercedes, ein Flugfeldlöschfahrzeug des Airport Bremen und die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Drohne Ganderkesee mit Führungsunterstützung der SEG Wildeshausen. Von der Feuerwehr Bremen sind das Löschboot, vier Drehleitern und der Feuerwehrkran mit Wasserwerfern im Einsatz sowie diverse Lösch- und Tanklöschfahrzeuge. Bremer Einsatzkräfte wurden im Erstangriff von den Feuerwachen 1, 4, 5 und 6 sowie den Freiwilligen Feuerwehren Burgdamm, Blockland, Neustadt, Lehesterdeich, Huchting und Vegesack.
Zur Brandursache und Schadenshöhe können keine Angaben gemacht werden.

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