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Senatorin Bogedan begrüßt knapp neue 190 Referendarinnen und Referendare

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VonCharly

Feb 13, 2020
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„Sie werden gebraucht, Sie haben eine sichere Berufsperspektive und wir können uns freuen, dass Sie in ihrem Referendariat die Schulen im Land Bremen bereichern. Ich glaube, wir haben einiges zu bieten in unserem schönen Bundesland. Wer Lust hat, an Schulen zu sein, in denen anhand modernster pädagogischer Grundsätzen gearbeitet wird, in denen es nicht allein darum geht, Wissensvermittler zu sein, sondern Lernbegleiter, in einem inklusiven Bildungssystem, das mehr ist und meint als das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht behinderten, der ist hier bei uns genau richtig. Sie werden die Verantwortung für das Wertvollste, was wir in unserem Bundesland Bremen haben, unsere jungen Menschen und deren Ausbildung. Ich will auch nicht verschweigen, dass der Beruf anstrengend ist, die Teams in Schulen sind belastet, und dass wir die Rahmenbedingungen weiter verbessern müssen. Zu guten Arbeitsbedingungen gehört auch die Frage der Bezahlung. Bremen ist das erste Bundesland, in dem Sie – unabhängig davon, welchen Lehramtstypen sie studiert haben – sicher sein können, dass alle nach A13 besoldet werden. Wenn Sie fertig sind, dann werden wir den Schritt vollständig vollzogen haben, momentan steigen die Gehälter Jahr für Jahr von A12 auf A13 an“, erklärte Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung, vor 184 Referendarinnen und Referendaren im Landesinstitut für Schule (LIS), die am 1. Februar ihre Referendariate angetreten haben.
 
Insgesamt hatten sich 345 junge Menschen für ein Referendariat im Land Bremen beworben, 184 wurden eingestellt, von denen 124 in Bremen studiert haben. 41 der neuen Referendare werden an Grundschulen ausgebildet, 96 in weiterführende allgemeinbildende Schulen, 21 in Berufsbildenden Schulen. 37 der184 Referendare sind in Bremerhavener Schulen im Einsatz.
Petra Perplies, Direktorin des LIS, stellte fest: „Sie gehen am Ende Ihrer Ausbildung in gesicherte Bedingungen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird gut ermöglicht und nirgendwo ist das Feedback so wunderbar direkt und unmittelbar, wie im Lehrerberuf. Aber, es ist auch etwas skurril, in der Schule zu arbeiten. Es ist wie im Fußball, wo mehr als die Hälfte der Bevölkerung jeden Samstag eindeutig der bessere Trainer oder besserer Spieler wäre. Bei Schule wissen hundert Prozent der Bevölkerung Bescheid, wie es richtig geht. Alle sind Profis, weil sie die Schule selbst einmal durchlaufen haben. Ich stelle mir zum Vergleich immer vor, ich ginge ins Krankenhaus und sage, ich habe auch keine Mandeln mehr, ich operiere mal selbst.“ Perplies wies auf die besondere Unterstützung der Referendarinnen und Referendare durch das LIS hin, aber auch auf Schwierigkeiten und Konfliktpotenziale. „Wir erwarten von Ihnen Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft, so wie Sie dies zu recht auch von Ihren Ausbilderinnen und Ausbildern erwarten dürfen, aber auch von Ihren Schülerinnen und Schüler. Bildung ist das höchste Gut, das wir haben.“
 
Die Stadt Bremen setzt weiterhin auf diverse Maßnahmen zur Lehrkräfte-Gewinnung. Dazu gehören der vereinfachte Zugang für Bewerberinnen und Bewerber, schnellere Zusagen für eine Stelle und eine beschleunigte Einstellung, der Ausbau der Seiteneinstiege (inklusive Qualifizierungen zur vollausgebildeten Lehrkraft), eine einfachere Anerkennung von ausländischen Lehrkräften und die eigene Ausbildung von im Jahresschnitt rund 600 Referendaren für das Land Bremen.
Fotos: Pressereferat, Die Senatorin für Kinder und Bildung
 

 

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