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Endstation Neuanfang: Ein Bremer Straßenbahn-Betriebshof verschwindet

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Foto : BSAG

Am Montag wird die letzte Straßenbahn vom BSAG-Betriebshof Gröpelingen ausrücken. Damit endet eine 94-jährige Geschichte und ein neues Kapitel beginnt.
Morgens um 4:28 Uhr macht sich die erste Linie 3 des Tages vom Straßenbahndepot Gröpelingen auf den Weg in die Innenstadt. Die Bahn hat die Nacht in der Wagenhalle mit den vier markanten weißen Giebeln verbracht, hier wurde sie gereinigt und gewartet. Das 25-köpfige Team des Betriebshofs Gröpelingen kümmert sich fast rund um die Uhr um die Straßenbahnen der Linien 2, 3, 10 und 5S, die hier ankommen und abfahren.
Rund 40 Bahnen durchlaufen täglich die Werkstatt, ganz hinten am Ende der Wagenhalle. Hier werden sie gewartet, können Kleinigkeiten repariert oder ausgetauscht werden, die Hinterlassenschaften der Fahrgäste werden eingesammelt und entsorgt. Das geht im Viertelstundentakt so. In einer anderen Halle erfolgt die Reinigung der Bahnen von innen und außen.

Täglich benutzen rund 24.000 Menschen den größten Umsteigeknotenpunkt zwischen Bremen-Stadt und Bremen-Nord, der zwischen 1985 und 1990 zeitweise die nördlichste Straßenbahnendstation der damaligen BRD war. Seitdem hat sich hier einiges verändert: 1992 wurde die Umsteigeanlage komplett umgebaut, der Umstieg von der Bahn zum Bus erleichtert und moderne Dächer überspannten seither die Haltestellen. Ab 1994 kamen neue Straßenbahnen nach Bremen, die ihre 30-jährigen Vorgänger nach und nach ablösten. Für diese neuen Fahrzeuge musste auch die Werkstatt im Betriebshof Gröpelingen angepasst werden. Dies war aber längst nicht der erste Umbau.

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